Prinzip Erdölexploration

Es ist nicht so einfach, den wichtigen Rohstoff Öl aus der Erde zu holen, da es nicht frei in unterirdischen Seen schwimmt, die man leer pumpen kann. Vielmehr ist der kostbare Rohstoff meist zusammen mit Salzwasser in porösem Gestein wie Sand- oder Kalkstein eingeschlossen. Darüber liegende, undurchlässige Schichten wie Schiefer verhindern zusätzlich das Aufsteigen des Öls.  Einmal über aufwendige Verfahren wie 3D Seismik und Probebohrungen entdeckte Öllagerstätten müssen für eine wirtschaftliche Gewinnung technisch ausgestattet werden.

Im Lauf der Lagerstättenausbeutung steigt der Wasseranteil im Fördergut, bis in der Regel mehr Wasser als Öl gefördert wird, wobei die Förderung selbst bei einem Wasseranteil von deutlich mehr als 90 % noch als rentabel betrachtet wird. Das mitgeförderte Wasser ist in der Regel stark verunreinigtes Salzwasser mit unterschiedlich hohem Salzgehalt, Feststoffen und Restkohlenwasserstoffen. Dieses Wasser kann aus ökologischen Gründen nicht einfach der Umwelt zugeführt werden.

Je nach Größe einer Ölquelle dauert es unter Umständen Jahrzehnte, bis die Förderraten sinken. Im Schnitt sind es ungefähr 40 Jahre.

Primär Förderphase 10-20%

In der ersten Phase der Produktion, der so genannten Primärförderung, strömt das Öl fallweise durch den natürlichen Lagerstättendruck von allein an die Oberfläche – allerdings nur etwa 10%.

Lässt der Lagerstättendruck nach, muss mit Tiefpumpen, zumeist in Form der weltweit üblichen „Pferdekopfpumpen“ nachgeholfen werden.

Mit dieser traditionellen Pumptechnik lassen sich je nach Lagerstätte weitere 5 bis 10% Prozent eines Vorkommens gewinnen.

Alternativen zu den konventionellen „Pferdekopfpumpen“  sind heute mehrstufige Spezialtauchkreiselpumpen mit wesentlich höheren Förderleistungen bzw. Exzenterschneckenpumpen mit langer flexibler Antriebswelle für höhere Viskositäten und Sandanteile.  Eine weitere Verbesserung stellen auch Multiphasenpumpen (Schraubenspindel- oder Exzenterschneckenpumpen) dar, die durch Absenken des Bohrlochruckes die Förderrate erhöhen und Rohöl, Gas und Lagerstättenwasser gemeinsam zu einer Separationsanlage fördern können. Als reine Verdrängerpumpen können die Multiphasenpumpen auch Gasanteile bis nahezu 100%  bewältigen und verändern die Fördercharakteristik auch nicht bei sogenannten Slugs -  dem plötzlichen Wechsel von extrem gashaltigem Gemisch zu reiner Flüssigkeit und umgekehrt. Als zusätzlicher Vorteil entfällt das umweltschädigende Abfackeln des Gasanteils am Ölfeld.